St. Petrus und Paulus Berg

 

Mit über 2600 Katholiken ist Berg unsere größte Pfarrei, wobei die eigentliche – „Berg“ genannte – Bergkuppe, die die Kirche umgibt, nur aus wenigen Häusern besteht. Die restliche Gemeinde setzt sich aus über 50 Teilorten und Weilern zusammen.

Jedenfalls überragt die gotische Pfarrkirche „St. Petrus und Paulus“ weithin sichtbar das Schussental. Schon im Jahr 1094 wird sie erstmals urkundlich erwähnt als eine Schenkung an das Kloster Weingarten. An diese frühe Zeit erinnert auch der bedeutendste Kunstschatz in der Kirche: ein romanisches Holzkruzifix aus dem frühen 13. Jahrhundert. Ihre heutige bauliche Gestalt erhielt die Kirche 1472-1474.

Der Innenraum freilich ist heute im nüchternen Stil der 60er- und 70er-Jahre gehalten und wird dominiert von den Bronzearbeiten des Ravensburger Künstlers Josef Henger. 1965 hatte man die neugotischen Schnitzaltäre entfernt. Sehenswert sind die Buntglasfenster von Wilhelm Geyer aus demselben Jahr, die das Leben von Petrus und Paulus illustrieren.

Das herrschaftliche Pfarrhaus aus dem Jahr 1742 hat eine bewegte Vergangenheit, diente es doch im Bauernkrieg 1525 als Hauptquartier des „Seehaufens“.

Heute hat man von der Kirchenmauer aus einen herrlichen Blick auf das Schussental. Rund um die Kirche finden sich zudem einige schmiedeiserne historische Grabkreuze aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Die Kirche ist ganzjährig tagsüber geöffnet.