Wallfahrtskapelle "Maria Staig"

Eigentlich trägt sie ja den Namen des "Allgäu-Apostels" Magnus und der sizilianischen Nationalheiligen Agatha, doch berühmt geworden ist die Staiger Kapelle "St. Magnus und Agatha" durch das Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes, das immer schon "Maria Staig" genannt wurde.

Wann genau die Kapelle erbaut wurde, ist nicht bekannt, doch sie gilt als eine der ältesten Kapellen der Gegend. Ältester Bauteil ist heute der Chorraum mit dem spätgotischen Sakramentshäuschen.

Die wunderschöne Pietà, die das Bild der schmerzhaften Muttergottes, ist aus Lindenholz und wurde während der großen Pestzeit um 1348/49 geschaffen.

1956 wurde das barockisierte Kircheninnere entfernt und der Glockenturm durch einen Dachreiter ersetzt. Das gotische Mittelfenster in der Apsis wurde wieder frei gelegt und mit einem Buntglasfenster ersetzt, das die "Wurzel Jesse" zeigt.

Weitere bedeutende Kunstschätze sind eine Marienfigur aus der Ulmer Schule (um 1430), der Pestpatron Sebastian (15 Jh.), sowie die "Anna selbdritt" (um 1500). Sehenswert sind auch die mannshohen Aposteltafeln aus der Zeit zwischen 1702-1774.

Die beiden großen Wallfahrtstage sind der dritte Sonntag im September (Kapellenfest Mariä Schmerzen) und der "Schmerzensfreitag", d.h. der Freitag vor Palmsonntag.

Weitere Gottesdienste in der Kapelle finden Sie in unserer Wochenübersicht.

Die Kapelle ist tagsüber geöffnet. Sie ist Teil des Kapellenwegs und des Oberschwäbischen Pilgerwegs.