Neuer Kirchenführer erschienen

Im Mai 2016 ist unser neuer Kirchenführer erschienen. Neben der Beschreibung der Kunstwerke in der Kirche enthält er auch eine kompakte Geschichte der Pfarrei, die Gangolfslegende, die Beschreibung des Gangolfskreuzes, sowie die Beschreibung der frisch renovierten Gangolfskapelle. Also eine rundum vergnügliche und wissenswerte Lektüre auf 22 Seiten!

Der Kirchenführer ist am Schriftenstand und auf dem Pfarrbüro zum Preis von 4,00 € erhältlich.


St. Gangolf Wolpertswende

Unsere mit knapp 1000 Katholiken kleinste Kirchengemeinde St. Gangolf in Wolpertswende dürfte zusammen mit Berg dafür unsere älteste sein.
Der Sprengel gehörte ursprünglich zum welfischen Erbbesitz des hl. Bischofs Konrad von Konstanz. Der in unseren Breiten seltene Kirchenpatron verweist jedenfalls auf eine fränkische Gründung.

Die ältesten Wandteile in den Fundamenten des Turmchors stammen aus romanischer Zeit (12. Jahrhundert). In der Barockzeit wurden drei kleeblattförmige Seitenchöre angebaut und die Kirche barock umgestaltet.

Ihr heutiges Aussehen erhielt sie 1891/1892 durch den Einbau der schweren Holzaltäre im Stil der Neo-Renaissance aus der Werkstatt des Ravensburger Bildhauers Moriz Schlachter (1852-1931).

Wegen der vielen Heiligenfiguren wird die Kirche im Volksmund auch „Heiligenspeicher“ genannt.

Besonders sehenswert ist in der Kirche das romanische Gangolfskreuz aus vergoldeter Bronze aus der Zeit um 1130. Es ist eines der ältesten Kunstwerke dieser Art in Deutschland und gilt als einer der Prototypen romanischer Bronzekreuze.

Unter den Figuren ragen die gotische Pietà (um 1420), sowie die fünffigurige „Heilige Sippe“ aus der Zeit um 1520 besonders hervor.

Die Kirche besitzt eine neue Orgel aus dem Jahr 2009 mit 18 klingenden Registern.

Die berühmteste Persönlichkeit der Gemeinde ist die stigmatisierte „Dulderin von Wolpertswende“ Viktoria Hecht, die nur das „Viktörle“ genannt wird. Ihr Grabmal befindet sich direkt gegenüber dem Kirchenportal.

Die Kirche ist ganzjährig tagsüber geöffnet. Sie ist auch Teil des Kapellenwegs, sowie des „Oberschwäbischen Pilgerwegs“. Für Wanderer und Gruppen bieten wir Ihnen bei Voranmeldung auch eine Kirchenführung an.