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Das kirchliche Begräbnis


Das kirchliche Begräbnis hat zwei Zielrichtungen: Zum einen erbittet es den letzten Segen Gottes für einen Verstorbenen und bereitet ihm eine würdige Beisetzung, zum anderen verkündet es den Hinterbliebenen die Botschaft von der Auferstehung Jesu und versucht daraus, Trost und Hoffnung zu spenden.

Zum kirchlichen Begräbnis gehören deshalb:
- die Trauerfeier mit der Verkündigung der Frohen Botschaft und der Traueransprache
- die Aussegnung des Sarges in der Aussegnungshalle
- die Beisetzung des Sarges bzw. der Urne auf dem Friedhof (bei einer Feuerbestattung entspricht dem die Verabschiedung des Sarges vor dem Transport ins Krematorium)

Immer wieder werden nun im Hinblick auf die Feier des kirchlichen Begräbnisses individuelle Gestaltungswünsche an uns herangetragen, die jedoch der liturgischen Ordnung des kirchlichen Begräbnisses widersprechen und/oder unserem Anspruch an die Verkündigung der Frohen Botschaft nicht genügen. Um ein einheitliches Vorgehen zu gewährleisten, haben wir für uns ein paar Grundsätze formuliert:


1. Die Angehörigen wünschen, dass die Trauerfeier nicht in der Kirche, sondern in der Aussegnungshalle stattfindet.

Unsere Aussegnungshallen wurden nicht in der Annahme gebaut, dass dort Trauerfeiern stattfinden sollten. Sie dienen lediglich zur Unterbringung des Sarges. Die Aussegnungshallen bieten deshalb nicht den passenden Rahmen, um eine würdige Trauerfeier stattfinden zu lassen (Größe, Bestuhlung, Heizung, Orgel, usw.). Deshalb findet die Trauerfeier grundsätzlich in der Kirche statt.


2. Die Angehörigen wünschen sich keine Trauerfeier, sondern lediglich eine Verabschiedung bzw. Aussegnung des Sargs oder der Urne in der Aussegnungshalle.

Als pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir den Anspruch, den Verstorbenen nicht nur beizusetzen, sondern bei dieser Gelegenheit auch die Frohe Botschaft Jesu zu verkündigen. Eine Reduzierung der Trauerfeier auf die bloße Beisetzung wird diesem Anspruch nicht gerecht. Es ist deshalb nicht möglich, aus der Vollform der kirchlichen Trauerfeier nur einzelne Elemente auszusuchen, weil sich alle Elemente aufeinander beziehen. Allerdings kann die Feier auf eine sehr kleine Trauergemeinde angepasst werden (z.B. im Hinblick auf die musikalische Gestaltung oder die Art und Weise der Traueransprache).


3. Die Angehörigen wünschen sich keine kirchliche Feier, sondern eine freie Gestaltung der Trauerfeier (z.B. durch einen Trauerredner).

Wir respektieren den Wunsch der Angehörigen, die Trauerfeier frei zu gestalten. Wenn die geplante Feier mit der kirchlichen Lehre und der Heiligkeit des Raumes vereinbar ist, stellen wir unsere Kirchen für diese Feiern zur Verfügung. Ist der/die Verstorbene katholisch, geschieht dies kostenlos, andernfalls (z.B. bei Kirchenaustritt oder konfessionslosen Verstorbenen) kostet der zeitliche Mehraufwand des Mesners 40,00 €.